ICANN-Kandidatenvorstellung

Christian Schultz

 


Frage 1: Wer sind Sie, was macht ihr Profil, Ihre Qualifikation aus?

Christian Schultz: Ich bin 54 Jahre alt,
verheiratet mit 2 erwachsenen Kindern.
Ich bin Rechtsanwalt, ehemaliger Stadtdirektor und habe berufliche
Erfahrung in komplexen Verfahren.

Frage 2: Was bedeutet die Icann-Kandidatur für Sie? Warum haben Sie
sich dazu entschlossen?

Christian Schultz: Es reizt mich, bei der Demokratisierung der
" Internet-Weltregierung" mitzumachen. Ich habe in der bisherigen Diskussion schon einige
hoffnungsvolle neue Ansätze entdeckt.

Christian Schultz

Christian Schultz

Frage 3: Warum glauben Sie, dass Sie im Icann-Direktorium sitzen
sollten?

Christian Schultz: Werde ich nicht.

Frage 4: Was können Sie beitragen zu einer konstruktiven
Weiterentwicklung von Icann?

Christian Schultz: Ich dränge in der derzeitigen Mitgliederdiskussion auf klare
und einfache Regeln für Wahlen und die generelle Zusammenarbeit;
es gibt noch keine ausgereifte Struktur. Icann versucht mit dieser
Wahl der ersten Direktoren eine Demokratisierung. Dafür halte ich
eine institutionalisierte, wenn auch völlig freie Zusammenarbeit aller
an diesem Thema Interessierten in Europa für wichtig, die i.R. der
derzeitigen Mitgliederdiskussion beginnt.


Frage 5: Wen vertreten Sie?


Christian Schultz: Niemand besonders, sondern alle Nutzer im Internet.

Frage 6: Werden Sie von irgend jemandem "gestützt", ideell oder
finanziell?

Christian Schultz: Eindeutig: nein.

Frage 7: Wo sehen Sie die Hauptprobleme und -Aufgaben der Icann?

Christian Schultz: Die Hauptaufgabe ist, im Internet den Grundsatz freier
Rechte zu bewahren und unvermeidbare Regeln – zum Beispiel. über
die Vergabe der Domains, über technische Standards, über die
Sicherung der Copyrights im Internet, aber auch der demokratischen
Grundrechte – allein nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit zu
entwickeln. Überspitzt darf Icann weder von der Industrie, noch von
den Regierungen noch von Hacker-Clubs oder sonstigen
Pressuregroups abhängig werden. Das Hauptproblem ist, daß eine
solche weltweite Abstimmung wegen der Einbindung verschiedenster
Kulturkreise nicht nur außerordentlich komplex, sondern auch ohne
Vorbild ist.

 


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Spiegel-Online.

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