ICANN-Kandidatenvorstellung

Klaus-Peter Schulze

 


Frage 1: Wer sind Sie, was macht ihr Profil, Ihre Qualifikation aus?

Klaus-Peter Schulze: Mein Name ist
Klaus-Peter Schulze, ich bin Diplom
Wirtschaftsmathematiker und arbeite zur Zeit als Webmaster der
Verlagsgruppe Handelsblatt. Nach meinem Studium habe ich zuerst
als Redakteur und Designer ein Angebot im damaligen BTX aufgebaut
und betreut, danach dann Internet-Angebote. Als Consultant habe
ich vor allem für Kunden Internet-Angebote aufgebaut und betreut,
von der Domain-Reservierung bis hin zum E-Commerce System. Nun
betreue ich vor allem den technischen Hintergrund der Objekte der
Verlagsgruppe.

Frage 2: Was bedeutet die Icann-Kandidatur für Sie? Warum haben Sie
sich dazu entschlossen?

Klaus-Peter Schulze: Ich bin der Meinung, dass man bestimmte
Dinge nicht immer auf andere aufladen soll, manches muss man auch
selbst machen. Bei einem für mich so wichtigen Thema wie dem
Internet sehe ich es als meine Pflicht, selbst aktiv zu werden.

Klaus-Peter Schulze

Klaus-Peter Schulze

Frage 3: Warum glauben Sie, dass Sie im Icann-Direktorium sitzen
sollten?

Klaus-Peter Schulze: Als unabhängiger Kandidat, möchte ich die
Freiheiten des Internets unterstützen, Freiheiten, die natürlich auch
Probleme mit sich bringen, aber in meinen Augen trotzdem
unterstützenswert sind. Für mich ist das Internet immer noch in
erster Linie ein globales Kommunikationsmedium, dieses möchte ich
beibehalten.

Frage 4: Was können Sie beitragen zu einer konstruktiven
Weiterentwicklung von Icann?

Klaus-Peter Schulze: Die Icann ist eine internationale Organisation,
die die Sichtweisen vieler Gesellschaftsmodelle bündeln muss, hier
hoffe ich meinen Beitrag zur Findung einer für alle akzeptablen
Entwicklung machen zu können.


Frage 5: Wen vertreten Sie?


Klaus-Peter Schulze: Ich vertrete werder ein Unternehmen noch eine Organiation sondern
die, die im Internet frei kommunizieren wollen und sich unter einer eigenen Domain auch
selbst darstellen wollen.

Frage 6: Werden Sie von irgend jemandem "gestützt", ideell oder
finanziell?

Klaus-Peter Schulze: Nein.

Frage 7: Wo sehen Sie die Hauptprobleme und -Aufgaben der Icann?

Klaus-Peter Schulze: Ich sehe das Hauptproblem im Versuch durch
politischen oder wirtschaftlichen Druck, die Icann zu einem
Erfüllungsgehilfen einer oder mehrerer Lobbygruppen zu machen. Die
Icann stellt Regeln zur Domainvergabe auf, hier kann sehr viel oder
eben auch nur grundsätzliche Dinge geregelt werden. Wenn zum
Beispiel bei der Registrierung einer Domain deren Inhalt (Verstoss
gegen Markenrechte oder Gesetze) aufwendig geprüft werden muss,
wie das am Montag die CSU wieder forderte, führt dies vor allem zu
einem sehr teuren bürokratischen Überbau, wenn man bedenkt, wie
lange Behörden Entscheidungen bearbeiten, kann man sich
vorstellen, was es für eine Einzelperson bedeuten wird, unter einer
eigenen Domain seine Vorstellungen der interessierten Allgemeinheit
zur Verfügung zu stellen. Durch viele Gespräche und Veranstaltungen
kenne ich den Vorteil, den das Internet gerade Menschen bietet, die
nicht oder nicht mehr jugendlich, sportlich und aktiv am Leben
teilhaben aber trotzdem nun Kontakte pflegen können. Diesen
Freiraum zu erhalten, sehe ich als vordringliche Aufgabe an.

 


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Spiegel-Online.

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