“Hillcast”: Ein sehr einseitiges Gespräch

Man sollte Politiker ja auch an ihren Aussagen messen: US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sendete am 17. Februar ihren ersten "Hillcast", ein Webvideo. Schön, dass eine Politikerin die neuen Medien nutzt!

Ein oder zwei Hinweise, Frau Clinton (und vielleicht gleichzeitig auch Frau Merkel…). Der "Hillcast" startet mit:

"Dies ist das erste von vielen Gesprächen, die ich gerne wöchentlich mit Ihnen führen möchte. Wenn wir das Gespräch fortsetzen wollen, sollen Sie wissen, was ich denke und ich sollte wissen was Sie denken."

Ok, das Erste ist ganz einfach. Hillary erzählt, was sie denkt und berichtet von ihrem Plan, den Irak-Krieg zu beenden. Aber, wie Hillary auch schon klar macht, hat ein Gespräch oder gar eine Diskussion meistens ZWEI Seiten.

Kann man das Video kommentieren? NEIN.
Kann man das Video auf der eigenen Website oder Blog einbinden und dann kommentieren (lassen)? NEIN.
Kann man auf das "Hillblog" reagieren? Das Blog ist noch immer nicht online, also: NEIN.
Kann man irgendwo anders auf der Website "das Gespräch fortsetzen"? NEIN (auch nicht wenn man sich registriert).

Allein eine vorgelesene Ansprache im Netz ist NICHT INTERAKTIV und ist sicher KEINE GESPRÄCHSFORM. Hier werden nur alte Fernsehstrategien ins Netz gepumpt. Ich hoffe, entweder es verbessert sich oder sie bekommt mehr Kritik auf ihren Webauftritt.

Kommentar verfassen