Gegner des G8-Gipfels hacken Polizei-Forum

Der Schlagabtausch zum G8-Gipfel, Polizei gegen Gipfel-Gegner, hat begonnen: Im wirklichen Leben führt die Polizei bundesweite Razzien gegen linksautonome und alternative Einrichtungen durch, die Gipfel-Gegner reagieren natürlich prompt – und verlagern den Protest auch ins Internet. Unbekannte hackten sich in das – privat geführte – Polizei-Forum www.german-police.org, stahlen die Forendatenbank und löschten sie anschließend.
Statt der eigentlichen Inhalte wartete unter der URL eine Nachricht der Hacker auf die Benutzer. Die Aktion parodierte dabei die Online-Durchsuchungen, von denen die Bundesregierung erst kürzlich zugegeben hatte, dass sie bereits seit 2005 durchgeführt werden: "Dieses Forum wurde präventiv vor dem G8-Gipfel beschlagnahmt", stand auf der Website des Polizei-Forums zu lesen. "Generalbundesdatenantifaschist Hagbart Celine", wie sich die Hacker sartirisch nennen, bedanken sich in dem Schreiben auch bei Innenminister Wolfgang Schäuble, "der die legislative Grundlage für die hier angewandte Form der Online-Durchsuchung maßgeblich mit geschaffen hat."
Die im Forum veröffentlichen Einträge sind mittlerweile, darf man telepolis glauben, auf anderen Internetseiten zu finden. Die Betreiber des Forums teilen mit, dass die Website bis zur Klärung der "näheren Umstände" erstmal offline bleibt.

4 Antworten auf Gegner des G8-Gipfels hacken Polizei-Forum

  1. Sayonara sagt:

    “Wer sagt denn, dass friedliche Demonstrationen nicht gehört werden?”

    niemand, wenn ich das richtig verstanden habe. denn “Nur sollte man um etwas zu ändern Notfalls Gewalt nutzen, da friedliche Proteste ja nicht gehört werden ?” war eine rhetorische frage, die einen absatz weiter mit “eher nein” beantwortet wird. (falls ich damit völlig falsch liege, bitte berichtigung)

  2. Und was ist damit, dass die Gewalt (und die G8-Demos ziehen ganz offensichtlich auch gewaltorientierte Menschen an) die Portestanliegen einfach so übertüncht? Wer sagt denn, dass friedliche Demonstrationen nicht gehört werden?

  3. Fair Torok (SL) sagt:

    einerseits witzig das Ganze und zu loben, weil wehrhaft, andererseits ist es eine Straftat. Als ich von der Gewalt hörte, die wenige Demonstranten in Rostock ausübten, dachte ich, da brauchst du nicht hin, als ich in einem Video sah (http://www.youtube.com/watch?v=Xa0WJ41lU6g),
    wie die Polizei vorging, erfüllte mich Hass gegen die (hauptsächlich anweisenden, im Video drehte ein Polizist allerdings völlig durch) Beamten und suche jetzt nach einer Möglichkeit kostenlos nach Rostock zu kommen. es kann einfach nicht sein, das die “demokratischen” Regierungen dieser Welt sich über die wahren Interessen der Bevölkerung hinwegsetzen und machen was sie wollen. 400 Milliarden US-Wehretat, 30 Milliarden in Deutschland. alles hängt irgendwie an der Waffenindustrie. die Reichen der Welt werden reicher und die Armen ärmer, dieses Wirtschaftssystem muss neu geordnet werden, es gehört zu der Entwicklung der Menschheit ein gerechtes System zu schaffen. Die einen können die Schulbücher gerade noch bezahlen, aber in den Zoo geht es dafür nicht und die anderen haben 40 Häuser, 8 Autos, einen Hubschrauber, Boote und Bootshäuser.
    Das kann und darf nicht sein ! Jeder Mensch hat nur ein Leben und sollte dieses möglichst genießen können. Wenn manche Kinder nie in den Urlaub fahren können, andere jedoch Urlaub an ihren Wohnsitzen machen, Frauen und Kinder jeden Tag Wasser schleppen müssen, um die Familie zu versorgen und andere wiederum sich fingerdick die Eier aussterbender Fische auf das Brot schmieren können, denn muss einiges falsch laufen.

    Das wichtigste für die Zukunft: Keine Kriege
    Menschenrechte
    Naturschutz (es ist immerhin unser einziger Lebensraum)
    Finanzielle Gerechtigkeit

    Wie kann es sein, das eine Handvoll Menschen (Politiker) es schaffen können, die Völker in Kriege zu stürzen. Wenn man die Weltbevölkerung wählen lassen würde, würden sicher 99,99% keinen Krieg wollen, persönliche Rechte haben, in einer gesunden Umwelt leben und finanziell nicht vom Nachbarn ausgelacht werden. Das Gesellschaftsleben währe durch finanzielle Gerechtigkeit viel schöner.
    Und wenn ich diese Punkte alle sehe, frage ich mich, ob es eine 2 Chance gibt etwas zu ändern, denn die Gesetze werden ja immer weiter verschärft und wir immer mehr überwacht. Gut Betuchte zahlen die gleichen Strafen, Verwarn- und Bußgelder, wie Harz4-Empfänger, nur mal eben so aus dem Kleingeldfach zwischen den Sitzen.

    Nur sollte man um etwas zu ändern Notfalls Gewalt nutzen, da friedliche Proteste ja nicht gehört werden ?
    Der Gedanke ist aber auch nicht so schön, da in Rostock jemand Polizist im Einsatz ist, mit dem ich zusammen im Krankenhaus lag und 3,5 Jahre die Berufsschule besuchte, feierte usw………es sind Menschen wie wir, die auch alle die Oben genannten 4 Punkte unterstützen würden.

  4. terrorist A. sagt:

    In Hamburg ereignete sich jüngst eine Serie von Brandanschägen gegen Personen des öffentlichen Lebens, die der linksautonomen Szene bzw. militanten G8-Gegnern zugeschrieben werden.
    Man sollte meinen, dies sei Anlass genug, um endlich deeskalierend auf den Protest einzuwirken …
    Aber was passiert hier in Deutschland?
    In Hamburg liegen die Scharfschützen auf den Dächern,
    Globalisierungskritiker (wie auf der heutigen Anti- EU-ASEM-Gipfel Demonstration geschehen) werden schikaniert, provoziert und zur Gewalt angeheizt. Auf der heutigen Demonstration wurden Wasserwerfer – ohne dass es hierfür Gründe gegeben hätte … – eingesetzt, um die Demonstration alle fünfhundert Meter zu stoppen und die Stimmung im schwarzen Block anzuheizen.
    Die Demonstration konnte schließlich nicht zu Ende geführt werden, da die Polizeigewalt (wiederum grundlos) den weiteren Weg blockierte. Wenn es jetzt zu Randalen und weiteren Brandanschlägen kommt, sollte man den Einsatzleiter
    der Polizei – nicht irgendwelche halbstarke Medienautonomen – in den Gerichtssaal bestellen.
    Ich halte es für unverantwortlich, wenn – wie heute am Jungfernstieg – die Scharfschützen auf den Dächern liegen, während unten auf der Straße Frauen mit Kindern ihre Weg gehen. Das Bundesverfassungsgericht soll mir nicht erzählen, dass die Gefahr von den Globalisierungskritikern ausgeht.
    Wer stellt hier die Scharfschützen?

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