Freiheit retten, CDU provozieren

Mit seinem neuen Film „Rette deine Freiheit“, der Bürgerrechte und Netzfreiheit thematisiert, legt der Macher des Videoclips „Du bist Terrorist“ nach. Obwohl die Aktion explizit für keine Partei werben will, steht einzig die CDU im Visier der Provokation.





„Also wähle CDU und rette deine Freiheit“: Mit einer gehörigen Portion Satire endet der fünfminütige Film in Animationsoptik. In Szene gesetzt werden aus einer vermeintlichen Ich-Perspektive der Christdemokraten bunt gemischt Themen wie Netzsperren, Urheberrechtsverletzungen und Inlandseinsätze der Bundeswehr.

Der Staat als willkürlicher Kontrollapparat in Big Brother-Manier, Internetuser als Generalverdächtige: Inhaltlich will das satirische Video vor allem provozieren. Dabei zeigt der Macher keine Scheu vor drastischen Horrorszenarien des Überwachungsstaates („Was uns noch fehlt, sind viel mehr Überwachungskameras und die Bundeswehr im Inneren“). Zum Teil beziehen sich Äußerungen im Video („Schwerpädokriminelle im Netz“) auf Aussagen der Familienministerin Ursula von der Leyen.

Vom Vorgängerprojekt, das Lehmann Anfang 2009 als Design-Abschlussarbeit schuf, unterscheidet sich „Rette deine Freiheit“ durch die explizite Ansprache der politisch Verantwortlichen. Im Fokus der Kritik steht dabei einzig die Innen- und Sicherheitspolitik der Union, der jegliche Netzkompentenz abgesprochen wird.

Auf der Internetseite der Aktion können User Hintergrundinformation zu einzelnen Sequenzen nachlesen. Im Video finden sich dagegen keine Hinweise auf Quellen zu einzelnen Behauptungen.



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