Feinde der Pressefreiheit: Alte Bekannte und neue Gesichter

pressefreiheit-2016_630x255Seit 2013 begeht die UN am 2. November den “Internationalen Tag zur Beendigung der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten”. Aus diesem Anlass veröffentlichen die Reporter Ohne Grenzen (ROG) heute eine aktualisierte Liste der “Feinde der Pressefreiheit”, in der nicht nur Staats- und Regierungschefs, sondern auch Extremisten und Verbrecherorganisationen stehen. Nach ROG sind diese Einzelpersonen und Gruppen für Zensur, Verhaftungen, Folter und Mord von Journalisten verantwortlich.

Auf der Liste der größten „Feinde der Pressefreiheit“ finden sich ‚alte Bekannte‘ wie der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. Auch die Nominierung von Russlands Präsident Wladimir Putin, Syriens Präsident Baschar Al-Assad und Kubas Präsident Raul Castro ist wenig überraschend.

Der Bericht listet jedoch auch neue Kandidaten auf: Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird die Inhaftierung von mindestens 130 Journalisten und die Schließung von 140 Medien vorgeworfen. Auch der ägyptische Präsident Abdelfattah al-Sisi, Saudi-Arabiens König Salman, Thailands Junta-Chef Prayut Chan-o-cha und Venezuelas Präsident Nicolas Maduro finden sich auf der Liste wieder. Die extremistische Organisation “Islamischer Staat” ist wahrscheinlich der am wenigsten überraschende Neuling 2016.

Der Kampf gegen die Straflosigkeit von Verbrechen ist Teil einer ROG-Kampagne zum Schutz von Journalisten. Nach ROG-Angaben sind allein in den letzten zehn Jahren 787 journalistisch arbeitende Menschen in Ausübung ihres Berufs gestorben.

Die Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ finden Sie hier.

Titelbild: Karte Pressefreiheit 2016, © Reporter ohne Grenzen

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