EU-Parlament will Jungwähler per Web 2.0 erreichen

Das europäische Parlament will die Möglichkeiten des Internets nutzen, um junge Wähler für die Europawahl 2009 zu motivieren. Verschiedene Angebote sollen vor allem Erstwähler an die europäische Politik heranführen. Angekündigt ist zudem eine Internet-Kampagne mit interaktiven Elementen.

Nach diversen Parteien und Kandidaten ist nun auch das europäische Parlament im Web 2.0 angekommen. Mit Profilen bei MySpace, Facebook und Flickr, sowie einem Kanal bei Youtube will man vor allem jungen Wählern die EU und die Europa-Politik näher bringen. Und für die anstehenden Europawahlen werben.

 

Kampf gegen geringe Wahlbeteiligung

Denn viele Abgeordnete fürchten, dass die Wahlbeteiligung erneut und vor allem bei Jugendlichen schwach ausfallen wird. Um das zu ändern, tritt das Parlament in den Sozialen Netzwerken vor allem mit jugendlichen Themen an die Wähler heran. So erfährt man z.B., wie sich die EU für niedrigere SMS-Kosten einsetzt. Zudem soll zu Diskussionen rund um die Union angeregt werden. Auch direkt mit den Abgeordneten soll dies möglich sein, über Chat oder Video im EU-YouTube Kanal.

In den restlichen sechs Wochen vor der Europawahl ist zusätzlich noch eine interaktive Kampagne geplant. Diese soll den fortschreitenden Prozess der EU seit der ersten Direktwahl 1979 veranschaulichen. Besucher können sich durch zwei Häuser klicken, welche die Jahre 1979 und 2009 repräsentieren, und so visuell erfahren, wie sich der Gesetzgebungsprozess der EU in den letzten 30 Jahren verändert hat.

MySpace-Profil des EU-Parlaments

Eine Antwort auf EU-Parlament will Jungwähler per Web 2.0 erreichen

  1. Wenig Aussicht auf Erfolg

    Im gewissen Maße klappt das, zumindest in der europapolitischen Blogosphäre (vereint unter http://www.bloggingportal.eu) sind die verschiedenen Elemente der Kampagne schon ausführlich diskutiert worden.

    Allerdings gibt es in dem meisten Mitgliedsstaaten so wenig Aufmerksamkeit auf die Wahlen, dass das nicht viel ändern wird, insbesondere die meisten Wahlkampagnen sich zu sehr auf nationale Themen konzentrieren.

    Da wird es das EP mit seiner PR Agentur Scholz & Friends schwer haben, dagegen anzukommen. Es reicht eben nicht, in der EU-Blogosphäre Aufmerksamkeit zu bekommen.

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