EU interaktiv – Nach der Diskussion ist vor der Diskussion

Mit Blick auf das EU-Wahljahr 2009 ist am 03. Dezember.2008 die erste Phase der Europäischen Bürgerkonferenzen 2009 gestartet. Die Bürgerinnen und Bürger aller EU-Mitgliedstaaten können in einer Online-Debatte über die wirtschaftliche und soziale Zukunft Europas diskutieren.

Die deutsche Version ist unter
http://www.europaeische-buergerkonferenzen.eu/de/
zu erreichen. Hier erwartet die Bürger ein Portal
auf dem sie nach der Anmeldung über verschiedenartige Themen
debattieren und Vorschläge unterbreiten oder über die Vorschläge
anderer Bürger abstimmen können.

Diskutieren, nochmal diskutieren und
dann präsentieren

Die europaweite Debatte soll zehn
Vorschläge hervorbringen, die auf der Europäischen Bürgerkonferenz
am 28. und 29. März 2009 von nach dem Zufallsprinzip ausgewählten
Bürgern in Berlin diskutiert und dann den nationalen
Entscheidungsträgern präsentiert werden. Die Europäischen
Bürgerkonferenzen sollen an drei Wochenenden zeitgleich in jeweils
neun Ländern stattfinden. Für April 2009 ist geplant,
Zusammenfassungen der insgesamt 270 Empfehlungen aus allen 27 Ländern
noch einmal zum Kommentieren auf die nationalen Portale zu stellen.
Abschließend werden alle Bürger, die bereits an den nationalen
Debatten teilgenommen haben, über diese Empfehlungen abstimmen, so
dass letztlich 15 Stück übrig bleiben. Auf dem Europäischen
Bürgergipfel am 10. und 11. Mai 2009 in Brüssel sollen diese
Empfehlungen dann endgültig abgefasst und den europäischen
Entscheidungsträgern unterbreitet werden. Was diese dann damit
machen, ist die Preisfrage.

Design mit kleinen Macken

Die Seite ist recht übersichtlich
gestaltet und will scheinbar den Anspruch erfüllen, auch weniger
erfahrenen Internetnutzern die Navigation zu erleichtern. Das Design
setzt auf große Buttons, die typischen Web 2.0-Farben, sowie
Tag-Clouds, um die häufigsten Schlagworte zu verlinken. Ebenso ist
eine Google-Maps-Einbindung vorhanden, auf der die Herkunftsorte der
Nutzer eingetragen sind. Selbstverständlich fehlt auch die
obligatorische Video-Einbettung
auf der Startseite nicht, um das Portal kurz vorzustellen.

Da das Layout scheinbar für die
englischsprachige
Version

des Portals entwickelt und erst später
regionalisiert wurde, trifft man in der deutschen Variante hin und
wieder auf unschöne Verschiebungen im Design.

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