Eidgenossen stärken E-Voting

Kriminelle Ausländer abschieben? Ein Mindeststeuersatz für Reiche? Über diese Fragen stimmen die Schweizer am 28. November 2010 ab. Auslandsschweizer aus zwölf Kantonen können daran auch per E-Voting teilnehmen.

 

Die Schweiz geht bei der Etablierung von elektronischen Wahlen den nächsten Schritt. Bei der kommenden Volksabstimmung können Auslandsschweizer aus zwölf Kantonen per Internet ihre Stimme abgeben. Während Kantone wie Zürich und Genf seit über fünf Jahren Erfahrungen mit „vote électronique“ gesammelt haben, beteiligen sich am 28. November 2010 erstmals ausgesuchte Gemeinden aus Luzern, Graubünden, Schaffhausen, Aargau und Thurgau an der elektronischen Stimmabgabe.

Neu ist auch, dass die Wahl viersprachig durchgeführt wird: italienische und rätoromanische Auslandsschweizer können in ihrer Muttersprache abstimmen. Für abstimmungswillige Auslandsschweizer hat die Regierung eine Seite online gestellt, auf der sich das Prozedere im Vorhinein durchspielen lässt.

Nach der Evaluation der anstehenden Volksabstimmung soll das E-Voting auf weitere Gemeinden und Kantone ausgedehnt werden. Die elektronische Stimmabgabe wird von der Organisation der Auslandsschweizer (ASO) seit längerem gefordert, innerhalb der Schweiz regt sich jedoch Kritik am E-Voting. Gegner befürchten  Manipulationen und zu hohe Kosten.

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