Transparenz down under

Neuseeland hat große Ziele beim eGovernment. Wichtiges Ziel wie auch unverzichtbares Mittel auf dem Weg dorthin: eine gute, offene Kommunikation mit dem Bürger.

Neuseelands eGovernment-Strategie zeichnet sich vor allem durch zwei Besonderheiten aus: zum einen eine umfassende Informationspolitik gegenüber den Bürgern. Diese bedient sich vor allem eines aufwendig gestalteten Internet-Portals: Unter der Adresse
www.e-government.govt.nz finden die knapp 3, 7 Millionen Neuseeländer eine Vielzahl von Informationen und herunterladbaren Dokumenten. Vor allem mit Hilfe von vielen Schaubildern arbeitet Neuseelands Regierung daran, ihren Bürgern Ziele und Prozesse des eGovernment so transparent – und populär – wie möglich machen.

Die zweite Besonderheit besteht in dem unbefangenen Selbstbewusstsein, mit dem die Regierung des Inselstaats im Südpazifik ihre Ziele propagiert: Es geht um nicht mehr und nicht weniger als darum, eine der weltweit führenden Nationen im Bereich des eGovernment zu werden.

Zu den Zielen, die die Regierung im Rahmen ihrer eGovernment-Offensive im Einzelnen erreichen möchte, gehört vor allem das Prinzip des “überall, jederzeit”: Alle Regierungsdienstleistungen, die von der praktischen und gesetzlichen Seite her elektronisch abgewickelt werden können, sollten überall und jederzeit für die Bürger verfügbar sein. Der Zugang zu Behördeninformationen soll für die Bürger “leichter, verlässlicher und vorhersehbarer” werden. Neuseelands Regierung liegt außerdem am Herzen, dass online angebotene Dienstleistungen ein leichtes Feedback über ihre Inhalt, ihre Qualität und die Zufriedenheit der Bürger ermöglichen. Außerdem erhofft man sich einen positiven Effekt für den Prozess der Politikentwicklung: Dieser soll durch die Nutzung des Internets so offen wie möglich werden und die Bürger ein- statt ausschließen.

Erschienen am 26.07.2001

Zuerst erschienen im Sonderheft “eGovernment International” der
Kommune 21

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