edupolis 2002

Vom
21.2.
bis
zum
13.3.2002
findet
die
Virtuelle
Konferenz
"edupolis
2002"
statt.
Thema
ist
in
diesem
Jahr
"Globalisierung
und
Internet"

unter
besonderer
Beachtung
des
vernetzten
Protestes:
Neue
Kommunikations-,
Organisations-
und
Mobilisierungsformen
als
Elemente
und
Perspektiven
des
Internet.

edupolis
gilt
als
Vorreiter
von
Online-Konferenzen,
zu
denen
sich
Experten
unabhängig
von
Veranstaltungsort
und
-termin
einfinden
können.
Die
von
der
hessischen
Gesellschaft
für
Demokratie
und
Ökologie,
der
Hans-Böckler-Stiftung,
dem
DGB-Bildungszentrum
Hattlingen
und
dem
Forschungsinstitut
Arbeit,
Bildung,
Partizipation
getragene
Plattform
veranstaltet
seit
2000
jährlich
eine
Virtuelle
Konferenz,
die
Expertenbeiträge
und
Forumsdiskussion
vereint.
Themen
waren
bisher
"Internet
und
politische
Bildung"
(2000)
und
"Strategien
für
die
Netzwerk-Gesellschaft"
(2001).

In
diesem
Jahr
beschäftigt
sich
die
Konferenz
mit
"Globalisierung
und
Internet"

einem
auf
den
ersten
Blick
nicht
gerade
neuen
Thema.
Schwerpunktmäßig
behandelt
edupolis
2002
jedoch
das
aktuelle
Phänomen
der
internationalen
Vernetzung
von
Protest-
und
Beteiligungsbewegungen.
So
gelingt
auch
eine
Eingrenzung
der
umfangreichen
Materie.

Die
Virtuelle
Konferenz
besteht
aus
einem
Expertendialog
im
Vorfeld,
der
Online-Konferenz,
die
in
vier
Diskussionsforen
stattfindet,
und
einer
"Offline"-Präsenztagung
zum
Abschluss
im
April,
in
der
die
Themen
und
Diskussionen
aufgenommen
und
erweitert
werden.

Der
Online-Expertendialog,
der
als
Vorbereitung
der
eigentlichen
Virtuellen
Konferenz
gedacht
ist,
läuft
seit
dem
31.
Januar
und
dauert
bis
zum
24.
Februar.
Teilnehmer
sind
die
Kulturwissenschaftlerin
Dr.
Joana
Breidenbach,
Prof.
Dr.
Christoph
Scherrer
vom
Lehrstuhl
Globalisierung
und
Politik
in
Kassel,
Bernd
Wagner
vom
Institut
für
Kulturpolitik
in
Bonn
und
Prof.
Dr.
Ernst
Ulrich
von
Weizsäcker,
der
Vorsitzende
der
Enquetekommission
des
Bundestages
"Globalisierung
der
Weltwirtschaft".
Die
vier
Spezialisten
setzen
sich
in
ausführlichen
Beiträgen
mit
sehr
unterschiedlichen
Aspekten
der
Globalisierung
auseinander.
Bei
den
Fragen
über
die
Welt
zwischen
Nationalstaaten
und
Entterritorialisierung
und
kulturelle
Identitäten
angesichts
globalisierter
Kommunikation
kam
allerdings
eine
richtige
Diskussion
bislang
nicht
zustande

das
Forum
erinnert
eher
an
einen
Briefwechsel.
Dies
mag
auch
an
den
mitlesenden
Usern
liegen,
sind
diese
doch
aufgefordert,
sich
mit
Leserbriefen
an
dem
Dialog
zu
beteiligen.

Die
eigentliche
Virtuelle
Konferenz
teilt
sich
in
vier
thematische
Foren
auf,
die
ab
dem
21.
Februar
für
3
Wochen
offen
sind.
Die
Organisatoren
von
edupolis
erwarten
hierfür
100-150
Teilnehmer.

Das
Thema
des
ersten
Forums

ist
"Das
Internet
als
globales
Medium".
Werden
nationalstaatliche
Regulationen
politische,
gesellschaftliche
oder
wirtschaftliche
Enklaven
innerhalb
des
Netzes
schaffen?
Oder
entsteht
mit
den
über
das
Internet
organisierten
Protestbewegungen
und
Partizipationsgemeinschaften
eine
internationale
"civil
society",
das
in
früheren
Zeiten
des
Netzes
vielbeschworene
"global
village"?
Sind
gerade
die
Kritiker
der
Globalisierung
der
stärkste
Motor
dieses
Zusammenwachsens
der
Welt?
Basierend
auf
dem
Einleitungsstatement
des
Soziologen
und
Ethnologen
Nils
Zurawski
wird
der
Frage
nachgegangen,
welche
Perspektiven
das
Internet
als
Medium
der
Globalisierung
bietet.
Auch
das
zweite
Forum

beschäftigt
sich
mit
den
"Globalisierungskritikern
und
ihren
Medien".
Hier
wird
untersucht,
in
welchem
Maße
Organisationen
wie
Attac
das
Internet
als
Aktionsbasis
nutzen
und
wie
neu
geschaffene
Kommunikationsstrukturen
wie
Indymedia
funktionieren.
Die
andere
Seite
wird
durch
das
dritte
Forum

beleuchtet:
"Ist
die
Erde
noch
regierbar?"
Die
Entwicklung
der
Globalisierung
wird
als
Bedrohung
und
Chance
empfunden

wie
reagiert
die
traditionelle
Politik
darauf?
Der
Stellenwert
nationalstaatlicher
Regierungen
und
die
Notwendigkeit
von
Institutionen,
die
im
Konfliktfall
die
internationale
"civil
society"
reglementieren
könnten,
wird
ebenfalls
Thema
sein.

Toywars,
Deportation
Class

und
Odem.org

anhand
solcher
Beispiele
untersuchen
die
Teilnehmer
des
vierten
Forums
,
inwieweit
das
Internet
selbst
Ort
politischer
Aktion
sein
kann,
und
ob
solche,
über
eine
Nutzung
als
Koordinierungs-
und
Kommunikationsmittel
hinausgehenden
Aktionen
Wirkung
in
der
realen
Politik
und
Gesellschaft
haben.

Für
die
Teilnahme
an
der
Diskussion
ist
eine
Registrierung
erforderlich,
für
die
35
Euro
verlangt
werden.
Als
Student
ist
gegen
Vorlage
einer
Bescheinigung
die
Teilnahme
kostenlos.

Parallel
zur
Virtuellen
Konferenz
findet

in
diesem
Jahr
erstmals

ein
Jugendforum
zum
Thema
statt.
Einzelne
Jugendliche,
Gruppen
oder
Schulklassen
können
hier
über
ihre
Wahrnehmung
von
Globalisierung
diskutieren.
Sie
sind
außerdem
aufgefordert,
digitale
Fotos
oder
Bilder
ins
Netz
zu
stellen,
die
auch
als
Denkanstoß
zur
Diskussion
anregen
sollen.
Das
Jugendforum
ist
auf
4
Wochen
angelegt,
der
Starttermin
wurde
verschoben
und
wird
demnächst
neu
bekanntgegeben.

Abgerundet
wird
die
Betrachtung
des
Themas
Globalisierung
durch
die
Virtuelle
Galerie
,
in
der
Netzkünstlerinnen
und
-künstler
themenbezogene
Werke
ausstellen.
Die
Galerie
ist
seit
dem
15.
Februar
geöffnet
und
zeigt
im
Wochenwechsel
digitale
Kunstwerke
aus
Südamerika,
Italien
und
Deutschland.
In
offenen
Foren
kann
man
mit
den
Künstlern
über
ihre
Arbeiten
und
die
Aspekte
der
Globalisierung
aus
künstlerischer
Sicht
diskutieren.
Hier
zeigte
sich
auch
gleich
die
positive
Seite
des
globalisierenden
Netzes:
Zwei
der
teilnehmenden
Künstler,
die
Deutsche
Siglinde
Kallnbach
und
der
Uruguayer
Clemente
Padín,
haben
sich
17
Jahre
nach
ihrer
ersten
künstlerischen
Zusammenarbeit
nun
in
der
edupolis-Galerie
wiedergetroffen.


Informationen
zur
Konferenz

Die
Virtuelle
Konferenz
edupolis
2002
läuft
vom
21.2.
bis
13.3.2002.
Die
Kostenbeiträge
für
die
Teilnahme
sind
gestaffelt
(näheres
siehe
Online-Anmeldung)
Alle
Infos:
http://www.edupolis.de/konferenz2002/

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