E-Partizipation: Mitclicken und im Parteien-Nirvana untergehen

Jetzt.de, die Jugendwebseite der Süddeutschen Zeitung, beschäftigt sich im Redaktionsblog mit der "Demokratiebaustelle Internet" und dem Stand der E-Partizipation in Deutschland. Besonders schön zu lesen sind die gewundenen und ausweichenden Antworten der SPD- und CDU-Kampagnenmacher auf die Frage, was denn mit den Ergebnissen der Web-2.0-Programmdebattenportale geschieht: Der User darf wie immer ein bisschen mitclicken und die Ergebnisse werden an Arbeitskreise weiterkommuniziert…

Bleibt die Frage, was der gemeine Parteitagsdelegierte von diesem Internetzeugs hält.
Bei den Grünen hat der Versuch einer Programmdebatte via Parteitags-Wiki die engagierten Internetdiskutanten angesichts des Parteitags-Inputs mächtig vergrätzt. Da wurde neuformuliert, gestrichen und gefiltert, bis die Mitdiskutanten sich nicht mehr erkannten.
Disclaimer: Der jetzt.de-Autor Christian Helten hat für den Text auch politik-digital.de-Geschäftsführer Christoph befragt.

Eine Antwort auf E-Partizipation: Mitclicken und im Parteien-Nirvana untergehen

  1. Ich bin heute nachtragend:

    Wer von den Parteien ernst genommen werden will, muss also weiter einen Mitgliedsantrag ausfüllen, sich im Hinterzimmer der Hopfenschänke rumtreiben, gegen den Präsidenten des Geflügelzüchterclubs in einer Kampfkandidatur als Parteitagsdelegierter antreten, um dann für 1:30 Minuten auf dem Parteitag ein Konsenspapier seines Ortsvereins zu verlesen, dass vielleicht sogar wahrgenommen wird, wenn nicht gerade Kaffepause ist und…

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