Das baden-württembergische Urgestein

Weil’s so schön war – nochmal fünf Jahre?

Erwin Teufel führt nicht
unbedingt die Bekanntheitslisten bundesdeutscher Politiker an. Der
61jährige Christdemokrat ist jedoch ein alter Fuchs im politischen
Geschäft. Bereits 1964 bekleidete er sein erstes politisches Amt als
Bürgermeister der Stadt Spaichingen; damals der jüngste seiner Art in
Deutschland. Nach acht Jahren gelang ihm der Sprung in den Landtag, wo
er als Abgeordneter und Regierungsmitglied diverse Stationen und Ämter
durchlief; unter anderem als Staatssekretär.

Erwin Teufel

E. Teufel

Als Lothar Späth 1991 seinen
Stuhl als Ministerpräsident mehr oder minder freiwillig räumen mußte,
schlug seine Stunde. Seit dem 22. Januar des besagten Jahres führt der
gelernte Diplomverwaltungswirt Teufel die Geschicke des südlichen
Bundeslandes. Von 1992 an war er dabei noch auf eine große Koalition
aus CDU und SPD angewiesen, seit 1996 sorgt der kleine
Koalitionspartner F.D.P./DVP für die notwendigen Mehrheiten in
Stuttgart. Diese Koalition würde wohl auch fortgeführt werden – sofern
die CDU nicht die absolute Mehrheit erreicht bzw. die F.D.P. nicht an
der 5-Prozent-Klausel scheitert. Beide Fälle sind eher
unwahrscheinlich.

Auch im Netz ist der Spitzenkandidat der CDU vertreten. Bislang bietet Ministerpräsident Erwin Teufel
allerdings nur ein Foto und die eMail-Adresse an. Das Design ist jedoch
vielversprechend und bis zum Wahltag am 25. März wird das Angebot
sicherlich erweitert werden. Den politisch noch unentschlossenen aber
wahlberechtigten Surfern kann so schließlich eine wichtige
Entscheidungshilfe geboten werden. Nicht zuletzt rühmt sich Teufel auch
einer gewissen Internet-Affinität, leitet sein Sohn Thomas doch ein
Unternehmen, das sich auf die Herstellung einer so genannten
"intelligenten Internet-Mouse" spezialisiert hat. Und das im schönen
Spaichingen, wo Teufel seine politische Karriere gestartet hat.

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