Das Schwarze Loch von Teheran

Um erwartete Demonstrationen zum “Nationalen Studententag” im Keim zu ersticken, werden im Iran am 7.12.2009 der Zugang zum Internet und das Handynetz abgeschaltet. Die Organisation von Protesten und schnelle Verbreitung von blutigen Videos soll so unterbunden werden.

Für den 7. Dezember 2009 werden anlässlich des "Nationalen Studententages" in der Islamischen Republik erneut Demonstrationen gegen das Regime erwartet. Vorsorglich wollen die Machthaber das Mobilfunknetz und die Zugänge zum Internet herunterfahren. Auch die Akkreditierungen von ausländischen Journalisten wurden für mehrere Tage ausgesetzt.

Bei den Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad spielen YouTube, Facebook, Twitter und ähnliche Seiten eine entscheidende Rolle. Bilder von prügelnden Milizionären, Videos von riesigen Menschenmengen und Kurznachrichten zu Organisationszwecken prägen die Protestbewegung der letzten Monate.

Wie das Web den Protesten ein Gesicht gab

Wie wichtig das Web 2.0 für diese Bewegung ist, zeigt der Fall der jungen Neda Agha-Soltan. Am Rande einer Demonstration wurde sie angeschossen, so dass sie kurz darauf starb. Die letzten Augenblicke im Leben der jungen Musikerin wurden aufgenommen und das Video ins Netz gestellt. Ihr Tod wurde weltweit zum Sinnbild für die Brutalität des iranischen Regimes.

2 Antworten auf Das Schwarze Loch von Teheran

  1. Gast sagt:

    In Ihrem Artikel ist ein eklatanter Fehler enthalten, denn Neda Agha-Soltan wurde erschossen und nicht “brutal niedergeschlagen”. Solche Fehler sollten eigentlich nicht unterlaufen, obwohl das bei der Masse der Ermordeten schon möglich ist.

  2. sgievert sagt:

    Lieber Gast, Sie haben natürlich Recht. Der Artikel ist entsprechend geändert. Den Fehler bitten wir zu entschuldigen.

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