Bundespräsident startet Online-Bürgerforum

Unter dem Motto "Zukunft braucht Zusammenhalt. Vielfalt schafft Chancen" will Bundespräsident Wulff mittels eines Online-Bürgerforums die Demokratie in Deutschland durch neue Formen der politischen Bürgerbeteiligung beleben. 

Die Initiative wird durch die Heinz Nixdorf Stiftung und die Bertelsmann Stiftung unterstützt, die bereits 2009 das BürgerForum Europa veranstaltet hatten.

Zum Auftakt des Bürgerforums 2011 sprach Wulff am Montag (24. Januar 2011) in einer Rede davon, "den Bürgern eine neue Möglichkeit zur Mitgestaltung ihrer Lebenswelt zu geben." Unter Beteiligung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen wurden die Themen vorbereitet, die in sechs Ausschüssen von jeweils 65-70 Teilnehmern pro Forum erarbeitet werden sollen.

Ab 12. März 2011 werden etwa 10.000 Bürger aus 25 Städten und Landkreisen in regionalen Bürgerforen über gesellschaftliche Fragen diskutieren. Am 14. Mai 2011 ist dann der regionale Teil des Projekts beendet und es findet eine Überleitung in die bundesweite Vernetzung der 25 Foren statt. Die Arbeitsergebnisse werden mit Vertretern von Gesellschaft, Medien und Politik vor Ort diskutiert und zum "Tag der Demokratie" am 28. Mai 2011 im ehemaligen Bundestag in Bonn vorgestellt.  

4 Antworten auf Bundespräsident startet Online-Bürgerforum

  1. Gast sagt:

    [ironie] na da haben die beteiligten stiftungen bestimmt großartige entwicklungsressourcen in dieses projekt investiert. [/ironie]

    http://www.buergerforum2008.de

    *hust*

  2. H. F. sagt:

    Auch wenn es die Pressemitteilungen so darstellen – das ist kein originäres Wulff-Projekt. Vom BürgerForum gab es schon mehrere Auflage und die Planung für 2011 liefen schon, als Wulff noch gar nicht dran dachte, Bundespräsident zu werden. Die Bertelsmann Stiftung hat mit ihm lediglich ein prominentes Zugpferd gefunden.

  3. crutz sagt:

    Lieber H. F.,

    danke für den richtigen Hinweis.

    Mit besten Grüßen

    Charlie Rutz

  4. Roman sagt:

    Oh Nein!
    “Wiederholt überholt sich das Wiederholende” oder anders formuliert in der Verschwendung von Ressourcen scheinen sich die beiden Stiftungen gut zu verstehen.

    Zu meinen Argumenten:
    1.Internetforen
    (u.a. E-governement-Formen auf Bundes/-Länder/-u. Kommunalebene) gibt es wohl genug, in denen Vorschläge gesammelt werden-> interessant sind die Forschungsergebnisse dazu:
    ->Zielgruppenunorientiert und diffus/unspezifisch (resp. internetaffine Bürger beteiligen sich)
    ->organisierte Interessen erhalten höhere Gewichtung in I.-Foren
    DAS WIRD AUCH MIT DEM RANDOMIZING-MODUS ZUR ERREICHUNG EINES REPRÄSENTAT. ABBILD DER BÜGERSCHAFT NICHT ERREICHT WERDEN KÖNNEN.

    2.Form deliberativer Politik
    Die Bürgervorschläge werden auf “Engagementmarktplätzen” in praktikable Ideen umgesetzt. Keine Antwort dazu “welche” Vorschläge (Auswahlverfahren), “wie” (Geld) Wirkung erhalten…….okay hab jetzt genug gesagt…

    Dieses Projekt ist reine SYMBOLPOLITIK!!! Leider fehlen diese Gelder Projekten beim Aufbau von Toleranz/-,Jugend- u. Sozialprojekte.
    Auch hat der Herr Bundespräsident mithin NICHT die Zeichen dieser Zeit erkannt: “GIBT DER DIREKTEN/PARTIZIPATIVEN DEMOKRATIE EINE CHANCE”.

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