Angela Merkel antwortet

Die CDU-Führung und Parteivorsitzende Angela Merkel an vorderster Front stecken in der Bedrouille seit die Partei in der Folge des Fukushima-GAUS im März einen Kurswechsel in der Energiepolitik vollzogen hat. Kritik am neuen Kurs der Bundesspitze ist seitdem sowohl an der Basis als auch in der Funktionärsebene vernehmbar. Im parteiinternen Mitgliedernetzwerk ist die Parteivorsitzende nun in Kontakt mit der Basis getreten.

“Parteimitglieder fragen – Angela Merkel antwortet” hieß es bis zum gestrigen Montag (2. Mai) im parteiinternen Mitgliedernetzwerk der CDU unter www.cdunet.de und nach Angaben aus der Berliner Bundesgeschäftsstelle gegenüber politik-digital.de ist die Resonanz auf das Frage-Antwort-Format “sehr gut” gewesen. Die Kritik, die innerhalb der Partei an dem abrupten energiepolitischen Kurswechsel der Bundeskanzlerin in den vergangenen Wochen unüberhörbar geworden war, soll nun offenbar zunächst innerhalb der Partei kanalisiert werden.

Zu der Intention des gewählten Frage-Formats mit den eigenen Parteimitgliedern verlautet aus der Parteizentrale dann auch: “Die CDU stellt sich dem Gespräch mit der Parteibasis. Wir wollen offene Fragen diskutieren und für unsere Politik werben.” Es gehe, so das Adenauer-Haus weiter, “primär darum, zuerst den CDU-Mitgliedern und CDU-Verbänden die Chance zu geben, das Thema zu diskutieren, um zu einem gemeinsamen Parteistandpunkt zu kommen.” Auf die in den vergangenen Tagen und Wochen von den eingeloggten Parteimitgliedern am höchsten bewerteten Fragen wird die Parteivorsitzende Angela Merkel in verschiedenen Videosequenzen antworten.
Mit einem ganz ähnlichen Dialogformat hatte sich die Bundegeschäftsstelle der Partei bereits im vergangenen Bundestagswahlkampf 2009 an die Wählerschaft gewandt. Das Antworten auf PreChat-Fragen mittels bewegter Bilder war in jüngerer Vergangenheit zudem vom bayerischen CSU-Ministerpräsidenten Horst Seeehofer im Rahmen der Kampagne “Aufbruch Bayern” seiner Landesregierung praktiziert worden.

Im aktuellen Fall gehe es, so die Information aus der Bundesgeshäftsstelle, nicht darum, sich von der öffentlichen Meinung abzuschirmen. Man nutze mit dem Internet eben nur einen von vielen Kanälen der Öffentlichkeitsarbeit.

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