Pixelige „Sixtinische Madonna“

Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister befindet sich seit mittlerweile über einem Jahr maßstabsgetreu in der virtuellen Parallelwelt Second Life. Laut den Initiatoren sei es das erste Museum „von internationalem Format, das auf die neuen Herausforderungen des Internets mit einem echten Klon seiner selbst reagiert“. Eine Bilanz.

Kultur zum Anfassen?

Die virtuelle Galerie setzt auf Interaktivität und die Erfahrung des Raumes, den zwei Schlüsselmomenten eines Museumsbesuches: Kostenlos wird der Second-Life-Gast mit Audio-Guide durch das Labyrinth der 750 ausgestellten Meisterwerke geführt, hält einen kurzen Smalltalk mit anderen Besuchern und kann sich schlussendlich im Gästebuch verewigen. "Man kann eigentlich alles was man in der echten Galerie kann und noch bißchen mehr",berichtet Prof. Dr. Lutz M. Hagen von der TU Dresden.

40 000 Inselbesucher

Insgesamt waren seit dem Start im Mai 2007 bereits 40 000 Besucher auf der Insel „Dresden Gallery“. Trotzdem gehen aber nicht unbedingt mehr Menschen in die echte Gemäldegalerie in Dresden. Über die Hälfte der Netz-Besucher seien nämlich Ausländer, weswegen sie das Originals meist nicht zeitnah besichtigen können, gibt Hagen zu Bedenken.

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