11. Berliner Hinterhofgespräch: “Bitcoins: Community-Währung oder Zahlungsmittel der Zukunft?”

P1020225_mehr_kontrastAls 2008 die Idee einer elektronischen Währung namens ”Bitcoin” vorgestellt wurde, hatte die Finanzkrise noch nicht ganz die globale Öffentlichkeit erreicht. Spätestens seit ihrem vollständigen Ausbruch im Jahr 2009 kommen aber Zentralbanken und Regierungen nicht mehr umhin, sich mit der alternativen Währung zu beschäftigen. Auch im Handel werden immer häufiger Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert. Im Berliner Graefekiez (“Bitcoinkiez”), avancierte das elektronische Geld bereits zur Kiezwährung. In unserem 11. Berliner Hinterhofgespräch wollen wir darüber sprechen, wie Bitcoins funktionieren und ob wir schon bald unsere Brieftaschen gegen Bitcoin-Wallets eintauschen sollten.

Unter dem Motto “Bitcoin: Community-Währung oder Zahlungsmittel der Zukunft?”, veranstalteten wir am 25.02. gemeinsam mit den Netzpiloten einen Google+ Hangout on Air, bei dem es u.a. um folgende Fragen ging: Welche Risiken birgt eine Währung, die kein zentrales Kontrollorgan hat? Wo kann man online oder auch im stationären Handel schon mit Bitcoins bezahlen und gibt es auch schon Alternativen zu Bitcoins?

Interessiert am Thema Bitcoin? Hier gibt es zehn wichtige Fakten zum Nachlesen

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Unser Moderator, Netzpilot Tobias Schwarz, diskutierte darüber mit unseren Gästen:

Jan Goslicki, Mitgründer von BitcoinsBerlin (www.bitcoinsberlin.com)

Frank Schäffler, Politiker (FDP), ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Diplom-Betriebswirt

Cassandra Wintgens, Inhaberin von Lekkerurlaub, Guesthouse im berliner Bitcoinkiez

 

Zehn wichtige Fakten zum Bitcoin

  1. Bitcoin ist eine digitale Währung.
  2. Bitcoins sind nichts materielles sondern nur eine Folge von Zahlen und Buchstaben.
  3. Neue Bitcoins werden durch das sog. “Mining” geschaffen – die Berechnung von kryptografischen Rätseln.
  4. Bitcoin benötigt keine zentrale Institution, da die Überprüfung der Bitcoins durch das Bitcoin-Netzwerk dezentral erfolgt.
  5. Das Bitcoin-Netzwerk wird durch – über das Internet verbundene – Teilnehmer gebildet, die einen Bitcoin-Client ausführen – Verschlüsselungen sorgen für Anonymität.
  6. Der Wert eines Bitcoins kommt – wie bei jeder anderen Währung – durch den Tauschwert mit anderen Währungen zustande, bspw. liegt der aktuelle Wert in US-$ bei ca. 1000.
  7. Durch die ansteigende Rechenkraft des Netzwerks – welche die Berechnung der Rätsel schwieriger macht – wird eine zu schnell steigende Geldsumme verhindert bzw. die Inflationsrate gering gehalten.
  8. Mittlerweile ist die Rechenkraft so groß geworden, dass sich das Schürfen nur noch für professionelle Minenbesitzer lohnt.
  9. Der Bitcoin ist nicht die einzige digitale Währung aber die erfolgreichste ihrer Art – sie entstand im Jahr 2009.
  10. Insgesamt wird das Projekt unterschiedlich beurteilt: Während es für einige eine Alternative zum klassischen Finanzsystem darstellt, unternehmen manche Behörden und Zentralbanken den Versuch, den Handel mit Bitcoins einzudämmen.

Bild: politik-digital.de

Porträts: v.l.n.r.:  Tobias Schwarz: http://about.me/tobiasschwarz, Jan Goslicki, Frank Schäffler: www.frank-schaeffler.de / studio kohlmeier, Cassandra Wintgens

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