GEMA führt Lizenzmodell für nicht-kommerzielle Podcasts ein

Die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte ) hat ein Lizenzmodell für nicht-kommerzielle Podcasts vorgestellt. In Podcasts oft Musik angespielt – da möchte die GEMA durchaus ihren Teil abrechnen. “Zwischen fünf und 30 Euro netto im Monat” soll die GEMA-Gebühr laut Pressemitteilung ausfallen, “je nach Intensität der Musiknutzung”. Das Modell gelte dabei nur für all jene Podcasts, die keinen Gewinn erzielen möchten und höchstens einmal täglich einen maximal 30-minütigen Beitrag veröffentlichen. Die möglichen Lizenzen scheinen auf den ersten Blick doch recht restriktiv: So erlaubt die billigste Lizenz für fünf Euro pro Monat gerade mal ein Intro und Outro pro Sendung, die “jeweils nicht länger als 20 Sekunden dauern” dürfen. Ob das Modell von der Podcast-Community angenommen wird, wird die Zeit zeigen. (Bist Du selbst ein Podcaster? Was hältst Du von dieser Lizenz?)

5 Antworten auf GEMA führt Lizenzmodell für nicht-kommerzielle Podcasts ein

  1. Peter sagt:

    Großartig! Und auch mal ganz interessant zu sehen, wie die GEMA so arbeitet ;-)

    Danke für die Geschichte und weiterhin viel Vergnügen beim Bluesen! (Schreibt man “Bluesen” so? ;-)

  2. Bluesen und Cruisen – next stop telekom, see ya at http://www.t-com-blues.de (coming soon)

  3. Schlicht Wegelagerei. Ausserdem ist die umgekehrte Beweislast, die sich die GEMA vorbehält nicht vertretbar. Ich habe selbst einmal einen Bluesmarathon (zehn Stunden, ein Stück) mit 80 MusikerInnen organisiert und dabei erfolgreich die GEMA des Feldes verwiesen.

  4. Peter sagt:

    Ha! ;-) Wie seid Ihr da vorgegangen? Musstet Ihr irgend etwas beweisen oder hätte die GEMA nachweisen müssen, dass Ihr gegen geltendes Urheberrecht verstosst?

  5. Erste Regel: Wacker bleiben ;-); zweitens: nicht ducken, sondern gucken.

    Die GEMA sandte ihre Rechnung, ca. 1400 DEM (war 1999), worauf ich nachfragte wofür. Die GEMA behauptete steif und fest, die BluesmusikerInnen würden ja sicher dauernd alte Stück zitieren. Was ich als Organisator und Vater der Idee natürlich ;-) entrüstet zurückwies und stellvertretend für den Verein das Urheberrecht beanspruchte.

    Meinen Gegenangebot, dem einzigartigen Stück zu lauschen und uns 10 Stunden nachts mit der Anwesenheit von würdigen Vertretern der GEMA zu beglücken, ist man nicht gefolgt. Ich wies jedoch als Blueser natürlich fürsorglich darauf hin, dass der Verzicht auf Beweisfähigkeit durch Untermauerung mit Liveaufnahmen nachträglich zu eienem Scheitern vor Gericht führen würde, da man der eigenen Sorgfaltspflicht leichtfertig nicht genüge getan habe.

    mehr Informationen zum Bluesmarathon gibt es hier:
    http://www.stefan-schridde.de/?page_id=102

    Herzlichen Gruss

    Stefan Schridde
    “Slanting Slim”

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