Digitale Presseschau 12/2012

Wer sind die Gewinner des Urheberrechts, wer versteckt sich hinter Anonymous, wer kontrolliert die Auswahlmöglichkeiten im Netz und wer liegt vorne im Onlinewahlkampf der USA? – die Antworten und mehr in dieser digitalen Presseschau.


Video der Woche

Das NDR Magazin Zapp berichtet in seinem Beitrag über das Urheberrecht aus Sicht der Journalisten. Der Madsack-Verlag verlangt jetzt Geld für Onlineartikel, beteiligt die Verfasser jedoch nicht am Gewinn. Dieses Beispiel zeigt, wie wenig die Journalsiten vom Leistungsschutzrecht profitieren könnten.

Was will Anonymous?

Gabriella Coleman kommt im Freitag zu dem Ergebnis, dass die unterschiedlichen Charaktere der Akteure bei Anonymous und deren lose Organisation es unmöglich machen, ein umfassendes Bild der Gruppe zu zeichnen. Sie stellt jedoch fest, dass die Mitglieder eins vereint:  Auf Kosten anderer zu lachen.

Esther Dyson – Wird das Internet schließen?

Im Internet kann man schnell das Gefühl bekommen, dass große Firmen wie Facebook und Apple den Markt kontrollieren und die Spielregeln bestimmen. In der Financial Times Deutschland äußert sich Esther Dyson dennoch optimistisch, dass die Nutzer auch weiterhin viele Auswahlmöglichkeiten haben werden.

Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt

Thomas Krüger stellt bei diskurs.dradio.de fest, dass die durch den digitalen Wandel entstehende Mitmachdemokratie die Arbeit der Politiker und der öffentlich-rechtlichen Institutionen verändert. Wenn keine kompetente Mediengesellschaft aktiviert werde, drohe die Diktatur der „GutVernetzten“.

Digitaler Wake-up-Call

Wie soziale Netzwerke und die Reizüberflutung im Internet auf uns wirken beschäftigt Bernd Graff von der Süddeutschen Zeitung. In seinem Artikel stellt er verschiedene Positionen in der herrschenden Debatte dar.

„Ein ziemlich gläsernes Wählerprofil“ in den USA

Der Internetwahlkampf in den USA basiert in beängstigender Weise auf der genauen Kenntnis der Profile der Wähler. Wie einfach Politiker an deren Daten gelangen, erklärt der Politikberater Julius van de Laar im Gespräch mit Susanne Führer bei Deutschlandradio Kultur.

Freie WLANs werden aus Angst vor Störerhaftung selten

Kai Biermann berichtet in der Zeit über ein Dilemma: Die Bundesregierung möchte einerseits freies Internet an öffentlichen Plätzen zur Verfügung stellen, damit jeder Bürger die Möglichkeit hat online zu sein, andererseits bieten viele Cafés inzwischen kein kostenloses WLAN mehr an, weil sie als Besitzer des Routers haften, wenn ihre Kunden Urheberrechtsverletzungen begehen.

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