“Wir werden unser Ziel erreichen”


Edelgard Bulmahn im Chat am 9. Januar 2001

Ganztagsschulen, Laptops und Computer-Führerscheine sind die Zukunftsvisionen der
Bundesministerin für Bildung und Forschung. Im Chat von politik-digital, stern.de und dem
Cornelsen Verlag diskutierte Frau Bulmahn eine Stunde lang mit den Usern über
Bildungsfragen und das Engagement der Bundesregierung in diesem Sektor. Der Chat mit der
Ministerin war auch zu sehen: Live aus dem Studio von Webfreetv.com am Potsdamer Platz wurde
der Chat gestreamt und ins Netz übertragen.

Die SPD-Ministerin zeigte sich im Chat zufrieden mit den Ergebnissen ihres Ressorts und
optimistisch, was die Umsetzung ihrer Vorhaben anbetrifft: "Wir werden unser Ziel erreichen"
erklärte sie auf die Frage nach dem versprochenen Internetanschluss für alle Schulen.
Auch an ihrem viel zitierten Projekt "Laptops für Schüler" hält die Ministerin
fest: "Laptop ist ein Instrument zum lernen. Und wenn ich will, dass der Laptop genauso wie
das Lehrbuch genutzt wird, müssen die Schüler das Notebook mit nach Hause nehmen
können."
Die Software, die auf diesen Laptops laufen soll, können die Schulen selber
aussuchen. Edelgard Bulmahn will hier lediglich durch enge Zusammenarbeit zwischen Staat und
Wirtschaft das Angebot optimieren.

Auch bei den Universitäten und der Forschung wird nicht zuletzt der UMTS-Milliarde
kräftig nachgebessert. Neben der Aufstockung des Bafögs und der intensivierten
Forschung in den Bereichen Biotechnologie und Informatik, wird auch an der Uni-Struktur
gearbeitet. Die Möglichkeiten, ein Studium zu absolvieren werden mit der Unterteilung
in BA und MA variabler: "BA ist ein Abschluss, der stärker berufsorientiert ist. MA ist
ein Abschluss der mehr wissenschaftsorientiert ist. Ich möchte den Studierenden beide
Möglichkeiten anbieten"
so die Ministerin.

Die Schulklasse aus Lippstadt, die sich eigens auf den Chat mit der Ministerin vorbereitet
hatte, hielt zahlreiche Fragen bereit. Verständliche Sorge der Schüler ist, dass
die qualifizierten Informatiklehrer in die Wirtschaft abwandern. Die Ministerin wollte dieses
Problem nicht beschönigen und erklärte: "Das Image und die Anerkennung, die Lehrer
erfahren sollten, muss deutlich besser werden"
.

Das ausführliche Transkript finden sie hier.

 


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