Chat mit Michael Vesper

Moderator: In 5 Minuten geht es los!
MichaelVesper: Hallo liebe Leute, hier bin ich und ich freue mich auf Euch alle!
Meine email-Adresse lautet: post@michael-vesper.de
Moderator: Sehr geehrter Herr Vesper, im Namen von Tomorrow und politik-digital
möchten wir Sie ganz herzlich zu unserer digitalen Diskussionsrunde
begruessen. Wir freuen uns auf spannende 60 Minuten!
MichaelVesper: Ich auch.
Moderator: Hier die erste Frage:
muffin: Hallo Herr Vesper, welche Konsequenzen wird der Rücktritt von Frau
Röstel bei der Bundesfraktion hervorrufen?
MichaelVesper: Das war schon länger absehbar. Ich hoffe, daß die Strukturreform
dadurch einen Push erhält, weil wir uns diese selbstgewählten Fesseln
abstreifen müssen.
popster: Sind Sie Realo oder Fundi ;-)?
Moderator: Ups, da habe ich eine Frage übersprungen!
MichaelVesper: Ich bin bekennender Realo, aber das heißt nicht, daß ich meine grünen
Grundsä#tze aufgeben würde.
Moderator: So jetzt aber:
popster: Wird Frau Künast neue Vorsitzende oder hat sie sich nur selbst ins
Spiel gebracht, ohne die noetige Unterstützung der Basis
MichaelVesper: Sie will neue Vorsitzende Werden, und ich unterstütze das auch. Auch
Fritz Kuhn aus Baden-Württemberg wqill ja kandidieren. Beide sind
Abgeordnete und nach unserer derzeitoigen Struktur dürften sie nicht
einmal kandidieren. Das finde ich undemokratisch. Der Parteitag kann das
doch selbst enbtscheiden.
muffin: Welches Wahlergebnis trauen Sie Ihrer Partei nach der Spendenaffäre
der CDU zu? Die FDP wird wohl gestärkt hervorgehen!
MichaelVesper: Das idst leider wahr. Zwischen CDU und Grünen gibt es wenig
Wähleraustausch. Die FDP hat im Buch der Skandale ja die meisten Seiten
gefüllt. Schade, dass die Grünen nicht mehr profitieren. Aber ich denke
die Wähler werden schon sehen, dass wir die einzige Partei sind, die von
diesen Skandalen nicht betroffen sind.
guido: sind die grünen auf dem weg, eine fdp mit ökologischem anstrich zu
werden?
MichaelVesper: Ich traue uns durchaus zu, wieder 10 Prozent zu erreichen.
MichaelVesper: Zu Guido: Nein und nochmals nein. Wir haben ein Jahrhundertthema, die
Ökologie, und werden niemals wie die FDP zu einer reinen Funkjtinspartei
werden.
MichaelVesper: Sorry wegen der Tipfehler, ich tippe hier selbst, und da muß ich mich
erst daran gewöhnen.
Moderator: Das funktioniert schon wunderbar! ;-)
MichaelVesper: Wer hat noch was, wer will noch was?
guido: die "derzeitige struktur" gibt den grünen aber auch als einziger
partei die chance, verkrustete strukturen, wie etwa 25 jahre kohl, zu
vermeiden
MichaelVesper: Einerseits ja. Andererseits hat die Trennung von Amt und Mandat nichts
mit dem kriminellen Verhalten von CDU-Funktionsträgern zu tun.
popster: Was halten sie von Herrn Clement, im Gegensatz zu Herrn Rau, sie
mussten/durften ja mit beiden?
MichaelVesper: Zwei ganz verschiedene Persönlichkeiten. Clement ist sehr viel
entscheidungsfreudiger – das geht ja auch manchmal schief, aber es bewegt
sich mehr.
bruderjo: Heute wär Rudi Dutschke 60 Jahre alt geworden. Wie stehen Sie zu
solchen ehemaligen "Mitstreitern" ? Haben die Fundis ueberhaupt noch eine
Chance in dieser Partei?
MichaelVesper: Ob Rudi heute Fundi wäre, wage ich zu bezweifeln. Ich habe ihn damals
noch kennen lernen dürfen – sehr beeindruckend. Er hätte heute sich seinen
Platz bei den Grünen – vielleicht als Zukunftsminister?
guido: haben die grünen nicht ihre "linke" sozialpolitik zugunsten einer
"rechten wirtschaftspolitik" aufgegeben?
MichaelVesper: Nein. Wie soll ich das in einem Satz beantworten?
MichaelVesper: Ich versuche es:
Moderator: Super!
MichaelVesper: Wir müssen zur Wirtschaft ein rationales Verständnis gewinnen. Ohne
gerade die kleinen und mittlerenUnternehmen lassen sich keine Arbneits-
und Ausbildungspläztze schaffen. Darum brauchen diese Unternehmen
Bedingungen, die ihnen ein Überlkeben und sinnvolle Investitionen
ermöglichen.
Martin: Wäre Schwarz-Grün für NRW nicht die bessere Alternative?
MichaelVesper: Sozialpolitik: Das müssen wir weg von einer reinen Versorgungspolitik,
hin auch zu eigener Verantwortung und Selbständigkeit, ohne diejenigen,
die sich eben nicht helfen können, links liegen zu lassen.
guido: herr möllemann möchte gerne mit der spd. steht die bundeskoalition auf
dem spiel, falls clement "genschert", also zur fdp wechselt?
MichaelVesper: Schwarz-Grün: Nein, mit diesaer NRW-CDU nicht. Und Rüttgers, der das
Bildungssystem hat austrpcknen lassen, ist für mich nicht
satisfaktionsfähig.
Moderator: oh, jetz war ich wohl zu voreilig! vielleicht nochmal gleich zu
guido!
MichaelVesper: Warum sollte die SPD zu so einem unseriösen Partei mit so einem
unseriösen Vorsitzenden wechseln? Das tut sie nicht.
ismene: was sagen Sie dazu, dass in Schleswig-Holstein fünf von neun Ministern
nach dem wahlsieg zurückgetreten sind, unter anderem auch Ihr Kollege
Rainder Steenblock?
MichaelVesper: Das ist für die Regierungsneubildung nicht schlecht. Steenblock und
Birk haben selbsr die Konsequenzen gezogen. Davor Hut ab.
bruderjo: Warum haelt sich Joschka aus allem raus? Ich kann es nicht verstehen,
warum eine Partei dem staerksten Pferd im Stall staendig die dicksten
Jockeys in den Sattel setzt.
MichaelVesper: Er hält sich ja nicht raus. Aber gebranntes Kind scheut das Feuer: Er
hat ja schon mal Vorschgläge gemacht, die nur deswqegen abgelehnt wurden,
weil er sie über die Medien gemacht hatte.
Funkenmariechen: Zum Thema Doppelspitze, was halten Sie davon?
programmdirektor: Wenn ja welche?
MichaelVesper: Schade, daß der Karneval heute vorbeigeht. Doppelspitze hat sich auch
nicht immer als sinnvol erwiesen, obwohl es bei uns in NRW ganz gut
funktioniert. Häufig handelt es sich um den Versuch, sich um klare
Entscheidungen herumnzudrücken.
MichaelVesper: Welche welche?
programmdirektor: Herr Vesper, was zeichnet grüne Wohnpolitik aus?
MichaelVesper: Ökologisches Bauen, soziale Versorgung, Unterstützung der
Buawirtschaft
MichaelVesper: Das ist eine Querschnittsaufgabe, die zeigt, dass Ökologie und
Ökonomie keine Gegensätze sind.
Moderator: nochmal zu Wenn ja welche?:
Funkenmariechen: welche doppelspitze natuerlich!
MichaelVesper: Bei uns gibt es ja überall Doppelspitzen: Bärbel Höhn und ich; Reiner
Priggen und Barbara Steffens als Lsandesvorsitzende, Roland Appel und
Silvia Löhrmann alks Fraktionsvorsitzende. Wir haben eigentlich einen
guten Draht untereinander und stimmen uns ab. Aber in Berlin klappt das
meines Erachtens nichgt so gut.
programmdirektor: Spielt das Internet eine direkte Rolle bei der Entwicklung staatlich
geförderter Wohnprojekte?
MichaelVesper: Das Internet bietet alle wichtigen Formulare und Informationen..
Ausserdem habe ich gerade heute meine eigene Internet-Seite eröffnet:
www.michael-vesper.de
bruderjo: Ist Bauminister nicht ein undankbarer Ministerposten oder koennen Sie
sich an irgendeinen Bauminister in dieser Republik erinnern?
MichaelVesper: Ja, an einige: z. B: Klaus Töpfer, Hans-Jochen Vogel, Michael
Vesper.
Funkenmariechen: ihre site ist ja echt schick, war gerade da, sogar mit flash! *lob*
warum sehen sie auf den fotos (stark abgesoftet) aus wie nobby blüm?
;-)
MichaelVesper: Es stimmt: Auf den ersten Blick ist das eine wenige attraktive
Aufgabe. Auf den zweiten aber zeigt sich, daß ein wesentlicher Teil
dessen, was in der Umweltpolitik und Energiepolitik herauskommt, … jetzt
habe ich den Satz anfang vergessen…
MichaelVesper: … hier strukturiert wird. So stammt die Hälfte aller Abfälle vom Bau
und 40 Prozent des CO2-Ausstosses geht auf Bauen und Wohnen
zurück.
Moderator: Zu Ihrer Site: Funkenmariechen fragt: ihre site ist ja echt schick,
war gerade da, sogar mit flash! *lob* warum sehen sie auf den fotos (stark
abgesoftet) aus wie nobby blüm? ;-)
MichaelVesper: Ich und Nobby Blüm? Da liegen minstesn 50 Zentimeter
dazwischen!
MichaelVesper: … und einige Haare…
programmdirektor: Ein bißchen dünn, so ‘ne Site mit Formularen… Nochmal, wie sieht die
Internet-Strategie Ihres Ministeriums aus? Was tun Sie, um die Menschen
miteinander zu verbinden? Gibt es Förderungen in diesem Bereich? Wie sieht
die Zusammenarbeit mit anderen Minist
Moderator: …ern aus?
MichaelVesper: Wer ist eigentlich das Funkenmariechen?
MichaelVesper: Ihr müsst unterscheiden wzischen meiner "privaten" Seite und der
"offiziellen". Die ist unter www.mbw.nrw.de
MichaelVesper: Unsre Internet-Strategie heißt: Service, Service, Service.
Funkenmariechen: dat Funkenmariechen sitzt in Berlin und schreibt sich die Finger wund,
ist Bayern-Fan und waehlt manchmal die Gruenen…
MichaelVesper: Infrmationen und Links sind auch drin. Eigentlich kommt sie sehr gut
an.
MichaelVesper: Ich dagegen bin Arminia-Bielefeld-Fan und wähle immer grün.
Moderator: Was anderes;-)
popster: Mal ehrlich, welche Affäre würde zu den Grünen passen?
MichaelVesper: Hoffentlich keine. Man steckt natürlich nicht drin, aber toi toi toi,
wir sind bislang ja weitgehend verschont worden.
MichaelVesper: Die Spendenpraxis ist jedenfalls keine Affäre.
Funkenmariechen: NRW ist immer noch bestimmt durch die Frage nach Kohle-Subventionen.
Wie stehen Sie zu diesem Thema?
MichaelVesper: Denn sie basiert auf Freiwilligkeit, ist zwar hart, aber keine Affäre,
sondern bildet die Grundlage für unsere Arbeit, da wir ja kaum Spenden aus
der EWirtschaft bekommen.
MichaelVesper: Wir sind für einen Gleitflug aus der Steinkohle und gegen den von CDU
und FDP gewollten Sturzflug, der zu großen sozialen Verwerfungen führen
würde.
MichaelVesper: Wir wissen ziemlich genau, daß der Strom nicht aus der Steckdose
kommt. Aber wir wissen auch, daß man eine Menge Energie einsparen lkann –
siehe Wohnungsbau.
Martin: Wie konkret wird ökologisches Bauen unterstützt?
MichaelVesper: Beispielsweise durch unsere Eigentumsförderung (Informationen via
Internet, siehe oben), aber auch durch Informationen, Tagungen,
Öffentlichkeitsarvbeit…
Martin: Ist Eigentum ökologisch sinnvoll?
MichaelVesper: Jedenfalls gibt es den Wunsch vieler Familien, Eigentum zu erwerben –
auch als Ergänzung zur Altersversorgung. Darum müssen wir diesen Wunsch so
ökologisch wie möglich zu steuern versuchen.
Martin: Zum Gleitflug aus der Steinkohle gab es aber auch schon einmal eine
andere Position…
MichaelVesper: Wir veersuchen beispielsweise, den Flächenverbrauch zu reduzoieren,
indem wir eine Obergrenze von 400 Quadratmetern vorschreiben.
MichaelVesper: Gleiutflug: Welche denn?
Moderator: Gleitflug aus der Steinkohle, den Sie weiter oben erwähnten!
Martin: Solange man in der Opposition war, wollt man so schnell wie möglich
aus der Kohleförderung!!
MichaelVesper: Ich meinte: Welche andere Position?
MichaelVesper: Nein, die Gleitflug-Position haben wir schon Anfang der 90er Jahre
entwickelt. Was wäre denn die Konsequenz aus dem Sturzflug: Schwierigster
Strukturwandel mit großen Brüchen, es würde genauso viel Kohle verbrannt
wie vorher, nur eben Importkohle.
hermann-otto: eine energiewende wäre aber auch schneller möglich als bisher
geplant…
BrunoLabbadia: aber herr vesper, wer heute noch von sturzflug redet, hat die letzten
10-15 jahre verpennt, weil das problem schon damals bekannt war und nicht
angegangen wurde
MichaelVesper: Wie denn? Das sind doch schwierige Prozesse. So hat Rot-grün es
geschafft, eine echte Offensive für die Erneurbaren loszutreten. Und zu
Bruno: Wir waren immer für eine realistische Kohlepolitik, unbeeinflußt
von sozialdemnokratischen Träumen.
MichaelVesper: Ich würde mich freuen, wenn Bruno jetzt ein paar Tore beisteuern
könnte.
hermann-otto: sind die sozis nun die bremser oder die träumer?
MichaelVesper: Mal so mal so.
MichaelVesper: Es kommt auf das jeweilige Thema an.
BrunoLabbadia: Hab doch bereits am wochenende getroffen
wandax: Was sind Ihre 3 größten politischen Ziele?
MichaelVesper: Das reicht nicht!
MichaelVesper: 1. Den ökonomischen Erneuerungsprozeß eine ökologische Richtung geben.
2. Die Massenerwerbslosigkeit und vor allem die Jugendarbeitslosigkeit
bekämpfen. 3. Einbe Bildungspolitik, die der einzelnen Schule mehr
Freräume gibt.
wandax: Hallo Herr Vesper! Welches politische Vorbild haben Sie?
MichaelVesper: Schwierig! Zum Beispiel Willi Brandt und Nelson Mandela.
matthias: Wie schaetzen Sie die Chance ein, dass Trennung von Amt und Mandat
abgeschafft wird?
MichaelVesper: Ich hoffe, dass sich eine Zwei-Drittel-Mehrheit ergibt. Aber woir
müssen dafür kämpfen. Vor neun Jahren waren wir schon einmal dicht davor –
beim Parteitag in Neumünster.
MichaelVesper: Meine Internet-Adresse: www.michael-vesper.de
MichaelVesper: Klickt mich an!
Moderator: ok, wir werden gleich damit beginnen ;-)
hermann-otto: alle anderen parteien machen mit bundespolitischen themen
landtagswahlkampf- und die grünen?
MichaelVesper: Das ist eine Landtagswahl! Aber bundespolitische Themen werden sie
mitbestimmen.
BrunoLabbadia: Wird es eine Zweitstimmenleihkampagne der SPD fuer die Gruenen,
ähnlich wie in S.-H. geben?
MichaelVesper: Wohl kaum – denn wir haben ja keine Zweitstimme. Aber ich gehe davon
aus, daß viele SPD-Wähler, die rot -grün fortsetzen wollen, uns ihre
Stimmen geben, weil nur wir das letztlich garantieren.
guido: sollten die grünen nicht einige kernthemen "vollständig" durchsetzen
und bei anderen bereichen dem koaltionspartner freie hand lassen, statt
überall 5%-politik zu machen?
MichaelVesper: So leicht läuft das ja nicht ab. Man muß bei jedemn Thema kämpfen. Wir
machen keine 5%-Politik, sondern versuchen, so viel wie möglich unsere
politischen Inhalte durchzusettzen.
MichaelVesper: Okay – war es das?
Moderator: Letzte Frage:
r23250: was tun sie zur Förderung der neuen Medien?
MichaelVesper: Das sehen Sie doch: Wir machen mit, wir stellen uns iohnen, versuchen
sie zu gestalten und zu nutzen. Auch durch Wettbewerbe! Schauen Sie sich
www.erdleben2024.de an!
Moderator: Vielen Dank Herr Vesper, im Namen von Tomorrow und politik-digital
möchten wir uns bei Ihnen für diese sehr interessante Runde bedanken. Es
hat sehr viel Spass gemacht und wuerden uns ueber ein abschliessendes
Statement freuen!
MichaelVesper: Das ist ne spannende Sache!
MichaelVesper: Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht! Ich hoffe, daß wir am 14. Mai
ein ordentliches Ergebnis einfahren – vor allem auch unter Chattern. Bis
bald mal wieder – emails an mich: post@michael-vesper.de. Danke und
Tschüs!!!

Kommentar verfassen