Chat mit Kurt Biedenkopf

KurtBiedenkopf: Herr Biedenkopf wird in den nächsten Minuten eintreffen
KurtBiedenkopf: er kommt
Moderator: Lieber Herr Biedenkopf im Namen von Tomorrow und politik-digital
moechten Wir Sie ganz herzlich in diesen virtuellen Welten begruessen.
TV1 uebertraegt den Chat per Live-Streaming! Viel Spaß!
schwarzekonten: Herr Biedenkopf, sie gelten innerhlab der CDU als Querdenker, der auch
besonders oft in Richtung CDU -Fuehrung geschossen hat. Was sagen Sie
zu der Haltung von Herrn Dr. Kohl in bezug auf die Spendenaffaere?
KurtBiedenkopf: Helmut Kohl hat gestern zur Aufklärung beigetragen. Das ist gut so.Fehler eingestehen, ist eine gute Haltung
kiep: Herr Biedenkopf, woran denken Sie, laesst sich Ihr enormer Erfolg in Sachsen festmachen?
KurtBiedenkopf: Schwer zu sagen. Es isr ein gemeinsamer Erfolg des Kabinetts und der
Fration. Wir haben uns und den Bürgern immer die Wahrheit gesagt.
Nicola900: Welche politische Position wollten Sie immer erreichen?
KurtBiedenkopf: Meistens habe ich die Position nicht gesucht, sondern ich bin gefragt worden. Denn mein Beruf war eigentlich nicht die Politik
Besserossi: wie lange wollen sie noch als Landesvater sachsen stärken?
KurtBiedenkopf: , sondern die Wissenschaft
KurtBiedenkopf: Solange dieLegislaturperiode dauert, also bis 2004
Stoiber: Was sehen Sie als groessten poltischen Erfolg Ihrer Karriere?
KurtBiedenkopf: . Danach? Über dieBrücke gehe ich, wenn ich hinkomme
Moderator: Die letzte Frage war: was sehen Sie als groessten poltischen Erfolg Ihrer Karriere
KurtBiedenkopf: Daß ich mit der CDU in Sachsen auch die dritte Landtagswahl mit Mehrheit gewonnen habe.
DocPoliday: Wieviele Weihnachtsgeschenke haben Sie in diesem Jahr schon im Internet gekauft?
KurtBiedenkopf: Noch keines! Leider
muffin: Herr Biedenkopf, was halten Sie von Schroeders Strategie, die
gescheiterten Ministerpraesidenten aus dem Saarland oder Hessen zu
Bundesministern zu machen?
KurtBiedenkopf: Zur Berufung von Klimt kann ich mir noch kein Urteil erkauben. Die Berufung von Eichel war eine gute Sache.
Besserossi: wie gehen Sie den jahreswechsel an, beschaulich oder mit einer großen Feier?
KurtBiedenkopf: Beschaulich, in unserem Haus in Bayern, nur meine Frau und ich
schitti: herr biedenkopf, wie schaft man es, sachsen zu einem derart gefragten
industriestandort zu machen? nicht ohne grund baut vw sein neues werk
in dresden?
KurtBiedenkopf: Das sind im
wesentliche die Sachsen selbst. Einer unserer wichtigsten Investoren
hat seine Entscheidung so begründet: Its all about people
larsdi: Koennen Sie sich ein Leben ohne politik vorstellen?
KurtBiedenkopf: Ja!
KurtBiedenkopf: Ja!
Moderator: einfach und klare Antwort :-)
WillyBrandt: Was halten Sie vom Internet als Instrument für die Meinungsbündelung der Bürgerinnen und Bürger?
KurtBiedenkopf: Eine wichtige zusätzliche Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren. Aber intelligenter wird es damit nicht unbedingt
GerdBaum: Halo Herr Biedenkopf, surfen Sie öfters im Web
KurtBiedenkopf: Nicht sehr häufig und nur zu bestimmten Zwecken, zu Beispiel Dokumentationen
Moderator: Fördern Sie auch als Ministerpraesident aktive die Entwicklung des Internets in Schsen?
KurtBiedenkopf: Nachhaltig. Wir wollen alle Möglichkeiten der neuenTechnik für das Land nuzten
wendy: Herr Biedenkopf, haben Sie einen privaten Internet-Anschluss?
KurtBiedenkopf: . Zum Beispiel ein Intranett für die gesammte Verwaltung, Wirtschaftswerbung über das INternet etc
KurtBiedenkopf: Privtare INternetanschluß ist vorhanden
Johann7: Herr Biedenkopf, wie denken Sie über das Thema Mannesmann/Vodafone?
Wird sich die deutsche Wirtschaft Übernahmeangeboten aus Amerika/GB
verschließen können, bzw. ist dies sinnvoll?
KurtBiedenkopf: Es wäre nicht sinnvoll sich derartigen Anbegoten zu verschließen. Wenn
Daimler Chrysler kaufen kann, muß eine britische Firma auch eine
deutsche kaufen können
Moderator: Was halten Sie von Herrn Schroeders "Einsatz" bei Mannesmann und Holtzmann?
Johann7: Zum Thema Holzmann: Sollte sich die Politik bis zu diesem Maße in die Wirtschaft einmischen?
KurtBiedenkopf: Sie sollte es nicht. Nach der Intervention durch den Bundeskanzler
werde auch ich jetzt gefragt, ob ich in ähnlichen Fällen helfen werde.
Frank16: Herr Biedenkopf, ich bin Schueler in der 8. Klasse. Wie wird man eigentlich Ministerpraesident
KurtBiedenkopf: Meistens kann ich es nicht, zumal auch die Kommission in Brüssel es verbietet
Moderator: Die letzte Frage war: "Herr Biedenkopf, ich bin Schueler in der 8. Klasse. Wie wird man eigentlich Ministerpraesident"
KurtBiedenkopf: Indem man viel mehr arbeitet als andere
LexBarker: Das Internet treibt die Globalisierung und damit die "Fusionitis" voran – sehen Sie im www eine Gefahr?
KurtBiedenkopf: Im www nicht, denn es ist ein Instrument. Es geht darum, wie man es nutzt
Kissinger: Herr Biedenkopf, können Sie sich vorstellen, daß angesichts der immer
schneller werdenden Kommunikations- und Entscheidungsprozesse die
Politik der Zukunft ohne die klassischen Parteien auskommt?
KurtBiedenkopf: Sie wird nicht ohne Organisationen auskommen, die politische Positionen
so vertreten, daß man zwischen ihnen wählen kann. Ob diese
Organistaionen wie die heutigen Parteien aussehen, das werden wir
abwarten müssen. Eher nicht
germania: Sind Sie der Meinung, dass ein Versagen des Aufsichtsrates bei Germania-Chemnitz zum Konkurs geführt hat? Wie bei Holzmann .
KurtBiedenkopf: Die Frage kann ich aus eigener Kenntnis nicht beantworten. Das
Traditionsunternehmen hat trotz großer Anstrengungen den Anschluß an
die Marktentwicklung nicht geschafft. Leider!
muffin: Herr Biedenkopf, die Besteuerung von Lebensversicherungen wurde ja nun
voruebergehend vom Bundesrat abgeschmettert. Wird es sich auch in
Zukunft vermeiden lassen, die LV zu besteuern?
KurtBiedenkopf: Auf alleFälle sollten wir die Altersvorsorge durch Versicherungen nicht
steuerlich erschweren. Wir werden in Zukunft weit mehr als in der
Vergangenheit auf Versicherungen und Kapitalbilsung als Altersvorsorge
angewiesen sein
SaddamHoussein: Was denken Sie wer die Wahlen in den USA gewinnen wird? Unterstuetzen Sie einen Kanditaten?
KurtBiedenkopf: Die Wahlen sind erst in 11 Monaten. Deshalb kann man heute noch keine
Prognosen machen. Aber die Wahlen werden spannend. Denn auf
beidenSeiten gibt es derzeit zwei gute Kandidaten
HELMUT2: Wie sehen Sie die Chancen bei der Wahl in Schleswig-Holstein?
KurtBiedenkopf: Offen!
BegonJohann: angesichts der spenden affairen in der spd und cdu fast gleichwertig.
was wollen sie tun gegen die politikverdrossenheit der menschen?
KurtBiedenkopf: Es gibt keine Politiverdrossenheit, sondern allenfalls eine Pareteienverdrossenheit. Das ist ein Unterschied
KurtBiedenkopf: . Was kann man tun gegen Parteiverdrossenheit. Mitmachen und bessermachen
KurtBiedenkopf: 1
Thomas30: Haben Sie sich die Arbeit in Sachsen schwerer vorgestellt???
KurtBiedenkopf: Als wir anfingen – 1990 – hatten wir keine rechte Vorstellungen davon,
wie schwierig es werden würde. Wir hatten auch keine Zeit, darüber
nachzudenken. Sonst hätten wir vielleicht garnicht angefangen
Eastman: Sehr geehrter Herr Biedenkopf – eine Frage zur DDR-Vergangenheit: Wie
schätzen Sie perspektivisch die Arbeit und Notwendigkeit der
Gauck-Behörde ein? Wie stehen Sie zum Krenz-Urteil?
KurtBiedenkopf: Die Gauck Behörde war und sit notwendig und hat segensreich gewirkt.
Sie hat dazu beigetragen, die Vergangenheit zu beleuchten und zu
verstehen. Das Urteil zu Krenz ist gerecht r
Moderator: noch mal zum Thema Parteienverdrossenheit:
jro: Wie verdrossen sind Sie mit Ihrer Partei?
KurtBiedenkopf: Ich bin mit meiner Partei nicht verdrossen
henrik: Herr Biedenkopf, alle reden von dringend notwendigen Reformen, welche
Möglichkeiten hat die Politik mit ihren Parteistrukturen heute und
künftig, sich von dem Druck der Wirtschaft und der Medien zu befreien,
und notwendige Entscheidungen herbeizuführen ?
KurtBiedenkopf: Wir müssen uns weniger vom Druck der Wirtschaft und derMedien befreien,
als von dem der Besitzstände, die ihre Privilegien verteidigen. Die
gibt es überall in der Gesellschaft. Überwinden kann man sie, wenn man
mitmacht. Die Politik alleine kann das nicht
KEB: Was halten Sie vom Transrapid?
Moderator: und den derzeitigen politischen Diskussionen…
KurtBiedenkopf: Technisc sicher interessant aber zu teuer und nicht wirtschaftlich
Andie: Empfinden sie es nicht als einen großen Fehler, wenn in wichtigen
Teilen wie z.B der Bundeswehr gerade in Zeiten wie dieser wo auch wir
aktiv an Friedensmissionen teilnehmen dort einsparen? Wie kann man von
diesen Jungen Leuten verlangen, daß sie dort den Kopf hinhalten sollen,
aber man ihnen nicht ausreichend Material und Ünterstützung gibt??
KurtBiedenkopf: Ich halte es für einen Fehler, wenn man die Bundeswehr nicht
ausreichend ausstattet. Das habe ich heute auch bei der Taufe der
Fregatte Sachsen in Hamburg gesagt
Andie: Was halten sie von dem Sparpaket des Herrn Eichel? Finden sie das in Ordnung?
KurtBiedenkopf: Die Richtung stimmt. Die Ausführung gibt Anlaß zur Kritik
Moderator: Wo zum Beispiel?
KurtBiedenkopf: Viele Einsparungsvorschläge gehen entweder ui Lasten der Länder oder
der Gemeinden oder sie beruhne auf Annahmen, die noch nicht eingelöst
sind.
KurtBiedenkopf: Zum Beipiel Gehlatseinsparungen oder Verzicht auf -erhöhungen
george: Herr Ministerpräsident, eine Frage zum thema Soziales/Gesundheit: Es
wird in Deutschland sehr viel Geld in diesem Bereich ausgegeben.
Trotzdem habe ich zunehmend den Sindruck, dass den wirklich Bedürftigen
wenigstens zum teil nicht ausreichend geholfen wird. Teilen Sie diesen
Eindruck und wenn ja, wie könnte dem abgeholfen werden?
KurtBiedenkopf: Ob sehr viel Geld ausgegeben wird, ist eine politische Frage. Man kann
durchaus begründen, daß nicht zu viel ausgegeben wird. Entscheidend
ist, ob es zweckmäßig und gerecht zugehent. Wir geben viel Geld auch
für Menschen aus, die die Kraft hätten, sich auch selbst zu helfen.
Dadurch entsteht der Eindruck, die wirklich Schwachen werden
vernachlässigt. Objektiv ist das nicht der Fall
Moderator: So die letzten beiden Fragen:
RiedelK_ln: Herr Ministerpräsident, gibt es eine Möglichkeit das Gutachten zu
lesen, welches im Nachkriegsdeutschland unter Beteiligung des späteren
Kardinal Höffner der Bundesregierung erstattet wurde, in dem vor den
Gefahren einer Überversorgung gewarnt wurde? Sie erwähnten dieses
Gutachten anlässlich Ihres interessanten Vortrags im Köln-Forum kurz
nach der von Ihnen gewonnenen Landtagswahl.
KurtBiedenkopf: Es geht bei dem Gutachten um eine Äußerung von vier Professoren zu der
Frage, wie die soziale Ordnung gestaltet werden sollte. Es wurde 1955
an Adenauer erstattet. Der Text ist wohl in der Bücherei in Frankfurt
vorhanden. Im Druck ist es nicht mehr
KurtCobain: Wären Wahlen im Internet ein probates Mittel, die Wahlbeteiligung zu erhöhen?
Moderator: Lieber Herr Biedenkopf, im Namen von TOMORROW und politik-digital
moechten wir uns ganz herzlich bedanken und wuenschen Ihnen fuer die
Zukunft weiterhin alles gute! Dank auch an TV1
radix: war sehr interessant!!!!!!!!
Andie: Vielen Dank!
HaSe2000: interessant, aber leider war zuwenig zeit zum reden vorhanden
Ulfralf: sollten mehr leute machen!
george: Ich finde, man sollte zumindest hin und wieder die Gelegenheit haben, seinen Ministerpräsidenten so "hautnah" fragen zu können.
Fr.Bader: schade, bin zuspät..

Kommentar verfassen